Messtechnik
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MarForm Software MarWin
DE

Applikation Lamellensprungauswertung an Kommutatoren


Einsetzbar in Verbindung mit MarForm MMQ 100, MMQ 200, MMQ 400, MFU 100, MFU 110 WP, MFU 800, MFU 8 Retro, MFK 500 und MFK 600 und ab Auswertesoftware ab MarWin 4 mit EasyForm, AdvancedForm und ProfessionalForm


Softwarepaket zur Auswertung des Lamellensprunges am Kommutator Als Lamellensprung bezeichnet man die Höhendifferenz der verschiedenen Lamellensegmente an einem Kommutator. Dieser Lamellensprung ist mit verantwortlich für den Abrieb der Kohlebürsten und für das Bürstenfeuer in einem Elektromotor.

Mit Hilfe dieses Softwarepaketes ist es möglich, Rundheitsmessungen von MarForm Messmaschinen mit der Auswertsoftware MarWin auf den Lamellensprung hin zu untersuchen und zu bewerten.

Es gibt 4 Berechnungsverfahren für die Beurteilung zweier benachbarter Lamellen (größter Segmentsprung):

Segmentsprung: Segmentmitte
  • Differenz zwischen den Radien zu den jeweiligen Zentren zweier benachbarter Lamellen; optional können die Zentren zu Bereichen vergrößert werden durch eine Angabe ihrer Größe in Prozent von der Lamellenbreite; über diesen Bereich werden dann alle Radien gemittelt.
  • Segmentsprung: max./min. Radius
  • Differenz zwischen den jeweils größten und kleinsten Radien zweier benachbarter Lamellen
    Segmentsprung: Differenz der max. Radien
  • Differenz zwischen den jeweils größten Radien zweier benachbarter Lamellen
  • Segmentsprung: Segmentende-Segmentanfang
  • Differenz zwischen den Radien am Ende und am Beginn zweier benachbarter Lamellen; optional können Ende und Beginn jeweils zu einem Bereich vergrößert werden durch eine Angabe ihrer Größe in Prozent von der Lamellenbreite; über diese Bereiche werden dann jeweils alle Radien gemittelt.

    Als Ergebnis ausgewertet werden die Werte der einzelnen Segmentsprünge sowie deren Mittelwert. Dokumentiert werden zusätzlich die Kommutator – Formabweichungen (Einzelrundheiten, deren Mittelwert, Gesamtrundheit) und der Rundlauf.

    Einfache Parametrisierung:

    Über eine Auswahlbox im Benutzerdialog kann eine der o. a. Definitionen des Lamellensprungs ausgewählt werden. Wenn möglich und erforderlich kann auch die Größe eines Mittelungsbereiches definiert werden. Die Angabe erfolgt in % bezogen auf die Breite der jeweiligen Lamellen. Für die Merkmale der einzelnen Lamellensprünge, der einzelnen Rundheitsabweichungen je Lamelle, für die gesamte Rundheitsabweichung und die Rundlauf -abweichungen kann der Benutzer Toleranzen definieren. Sind diese definiert, werden die Merkmalswerte abhängig von ihrer Toleranzhaltigkeit in der Ergebnistabelle farblich gekennzeichnet. Für die Rundlaufabweichung kann sowohl die C-Achse der Formmessmaschine als auch eine vorab bestimmte Bezugselementachse ausgewählt werden.

    Umfangreiche Ergebnistabelle

    Die Ergebnistabelle listet die ermittelten Kennwerte auf. Dokumentiert werden:

    Segmentsprünge
  • Werte der Segmentsprünge mit Anzeige der Toleranzausnutzung (wählbar),
  • deren Winkelpositionen,
  • farbige Kennzeichnung des Maximalwert
  • Mittelwert aller Segmentsprünge

    Formabweichungen
  • Werte der Rundheitsabweichungen mit Anzeige der Toleranzausnutzung (wählbar),
  • deren Winkelpositionen
  • farbige Kennzeichnung des Maximalwert
  • Mittelwert aller Einzelrundheiten
  • Gesamte Rundheitsabweichung RONt

    Form- und Lageabweichung
  • Rundlaufabweichung bezogen auf Bezugsachse (Werkstückachse) oder C-Achse des Formtesters