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Gut zu wissen: Wie kommt das Maß zu Mahr?

17.11.2015 | Know-how | Skladnikiewitz, M.
Die metrologische Rückführungskette.
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Damit Ihre Messtechnik zuverlässige Aussagen liefert, muss sie kalibriert werden. Denn nur einheitlich arbeitende Messgeräte garantieren, dass in einer globalisierten Wirtschaft die Qualität der Produktion gesichert und gesteigert werden kann. Egal woher Ihre Bauteile stammen oder wohin Sie Ihre Bauteile liefern – am Ende muss alles genau zusammenpassen. Prüfgeräte müssen deshalb durch eine lückenlose Kette von Kalibrierungen an nationale oder internationale Normale angeschlossen werden. Den Ausgangspunkt einer ganzen Kette von solchen Rückführungen bilden dabei die international gültigen SI-Grundeinheiten (z. B. Meter, Ampere, Kilogramm, etc.). Aber wie kommt das Maß zu Mahr?

Die metrologische Rückführungskette

Stufe 1: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Alle Maße werden auf die SI-Grundeinheiten zurückgeführt. Diese Definitionen sind die international einheitliche, gemeinsame Grundlage des heutigen Messwesens. Die SI-Grundeinheiten sind abstrakte Definitionen, also eine Beschreibung, wie das entsprechende Maß dargestellt werden kann. Um erstmals ein reales Maß zu erhalten, müssen diese Definitionen auf ein Primärnormal übertragen werden. Labore, die diese Aufgabe übernehmen, heißen deshalb Primärlabor und stehen an der Spitze der metrologischen Rückführungskette. In Deutschland ist das für die meisten Einheiten die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB). So wird auch die Definition der Länge durch die PTB zuerst auf einen LASER und dann auf ein Längennormal (z. B. ein Parallelendmaß) übertragen.


Stufe 2: Deutscher Kalibrierdienst (DKD ) und Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS)

Die Aufgabe, diese erste Darstellung der Länge in Industrie und Handel zu verbreiten, wird in Deutschland durch den DKD/DAkkS (vorwiegend für die Industrie) und die Eichämter (vorwiegend für den Handel) übernommen. Die Maße werden oftmals durch Differenzmessungen auf andere Normale übertragen. In der Vergangenheit wurden Kalibrierlaboratorien durch den DKD (Deutscher Kalibrierdienst) akkreditiert. Aufgrund einer Gesetzesänderung
wird diese Aufgabe seit dem 01.01.2010 durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) übernommen, sodass mit einem Übergangszeitraum bis 2014 alle DKD-Akkreditierungen auf DAkkSAkkreditierungen umgestellt werden. Bis zum Abschluss dieser Umstellung wird es DKD- und DAkkS-Akkreditierungen gleichwertig nebeneinander geben.

Stufe 3: Werks- / ISO-Kalibrierung
An einer bestimmten Stelle werden die Maße von den Normalen auf Messmittel übertragen. Das kann im DKD/DAkkS oder in Laboren, die Prüfmittelkalibrierungen auf Werksniveau vornehmen, geschehen – beispielsweise bei Mahr. Um den gängigen Managementnormen zu genügen, müssen diese Labore aber in jedem Fall eine Arbeitsweise nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 („Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien“) nachweisen. Dieser Nachweis wird üblicherweise durch eine entsprechende Akkreditierung erbracht. So kalibrierte Messmittel sind lückenlos auf nationale Normale rückführbar und können zur Beurteilung von Werkstücken benutzt werden.

Mahr bietet

  • DKD/DAkkS- und Werkskalibrierungen bei Messgeräten aller Hersteller und Marken an.
    Ihr Vorteil: Sie benötigen nur einen Dienstleister. Das spart Zeit und Verwaltungskosten.
  • kurze Durchlaufzeiten bei der Mahr Kalibrierung und Schnellkalibrierung für ausgewählte Prüfmittel.
    Ihr Vorteil: Sie haben Ihre Messmittel schnell wieder zurück.
  • Kalibierungen fast alle Größen in der Messtechnik, z. B.: Länge, Kraft, Drehmoment, Elektrische Größen, Temperatur.
    Ihr Vorteil: Sie benötigen nur einen Dienstleister. Das spart Zeit und Verwaltungskosten.
  • Einfache und bequeme Kalibrierabwicklung über kostenlose Systemboxen (Handmesstechnik).
    Ihr Vorteil: Sie sparen Zeit und Verpackungskosten.

Mehr Informationen zu Kalibrierungs-Dienstleistungen von Mahr finden Sie hier...

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